Lehrgang Trauma

und wie geht's weiter?

Weiterbildung für einen ressourcenorientieren Umgang mit belastenden Lebenssituationen 

Potenziell traumatische Erfahrungen macht jeder Mensch. Wir alle haben Erlebnisse, die verletzen, überfordern oder überlasten. Doch nicht jeder Mensch reagiert gleich auf Ereignisse wie den Tod von Angehörigen, Mobbing, Missbrauch, Gewalt und seelische Krisen. Abhängig von persönlichen Umständen und Vorerfahrungen, von familiären Prägungen, kontextspezifischen Möglichkeiten und vorhandenen geistigen oder materiellen Ressourcen kann ein- und dasselbe Erlebnis für einen Menschen ein (schwieriger) Lernschritt werden und für den anderen eine nicht mehr heilende Wunde bleiben.

Trauma wird auch als nicht vollendete Lernerfahrung definiert. Wenn die Lernerfahrung – zu einem späteren Zeitpunkt – abgeschlossen werden kann, braucht sie kein dramatischer Wendepunkt zu bleiben. Jede Erfahrung kann in einen Ausgangspunkt für eine erneuerte Lebensgestaltung umgewandelt werden. 

In diese Weiterbildung fließen Erkenntnisse aus Psychotherapie, Neurobiologie, Traumaforschung, lösungsfokussierter Beratung, Erwachsenenbildung, Epigenetik und ganzheitlichem Weltbild zusammen, um einen erweiterten, heilsamen und zukunftsorientierten Umgang mit Trauma und schmerzhaften Erlebnissen finden zu können.

Ein kurzer Einstieg zum Thema findet sich auch hier: https://youtu.be/nPSD2brSF80


ZIEL DER WEITERBILDUNG

  • Vermittlung von Wissen über Trauma
  • Kenntnis von Traumafolgen und Symptomen
  • Stärkung von Ressourcenorientierung und Lernmöglichkeiten
  • Förderung von Resilienz und innerem Wachstum
  • Weiterentwicklung im persönlichen und beruflichen Kontext

Ein umfangreiches Skriptum mit Hintergrundinformationen wird zur Verfügung gestellt. 


ZIELGRUPPE

  • Menschen, die in Beratung und Begleitung tätig sind
  • Menschen, die mehr über Trauma und Traumaverarbeitung erfahren möchten

z. B.: Lebens- und Sozialberater*innen, Psychotherapeut*innen, Lehrer*innen, Erwachsenenbildner*innen, Sozialarbeiter*innen, Physiotherapeut*innen, Ärzt*innen usw.

Der Lehrgang kann voraussichtlich auf eine Lebens- und Sozialberater-Ausbildung angerechnet werden, die 2020 beginnt.


AUFBAU DER WEITERBILDUNG

Modul 1: Was ist (ein) Trauma?

Schwierige, verletzende und dramatische Lebensereignisse hinterlassen tiefe Spuren in der Psyche von Menschen. Nicht immer ist leicht zu erkennen, welche Auswirkungen ein Trauma hat und welches Verhalten möglicherweise auf frühere traumatische Erfahrungen verweist. Traumaforschung und Traumatherapie liefern wertvolle Erkenntnisse und Hintergründe für den Umgang mit traumatisierten Menschen. Vertieftes Hintergrundwissen aus der Traumatheorie stärkt für künftige Herausforderungen und die Begegnung mit Menschen, die an Traumafolgen leiden.

Termin: 2. und 3. Oktober 2020; 30. und 31. Oktober 2020, jeweils Freitag 14 – 19 h, Samstag 10 – 18 h

Dieser Teil besteht aus vier aufeinander aufbauenden Seminartagen

Gestaltung: Andrea Satzinger-Plappart und Silke Ortner 

Ort: Raum zum Wachsen, Altstadt 2, 4020 Linz


Modul 2: Transgenerationale Traumata

Wie die Traumaforschung zeigt, werden Traumata auch vererbt. Über epigenetische Faktoren, Veränderungen der DNA und familienspezifische Bewältigungsmechanismen und Verhaltensweisen können Trauma innerhalb der Familie an die Nachkommen und verschiedene Generationen weitergegeben werden. Die Thematisierung der transgenerationellen Fragestellung ermöglicht es den körperlichen und seelischen Auswirkungen eine eigene familien-gerechte Geschichte zu geben und die eigene Geschichte als persönliche Ressource zu sehen und zu leben. Das Wissen um transgenerationale Zusammenhänge ist ein wertvolles Werkzeug, das wir auch ohne genaue Detailkenntnisse über die historischen Ereignisse nützen können.

Termin: 13. und 14. Dezember 2019 (Freitag 14 – 20 h, Samstag 9 – 16 h)

nächster Termin: 27. und 28. Oktober 2020

Gestaltung: Cordula Reimann

Ort: Wissensturm - VHS Linz, Kärtner Straße 26, Linz


Modul 3: Ressourcen stärken – Resilienz entwickeln

Wenn Menschen traumatische Erfahrungen erleben müssen, blockiert das oft den Zugang zu Ressourcen und Fähigkeiten weit über das Trauma hinaus. Selbst wenn das Erlebnis weit zurückliegt, braucht es im heutigen Leben noch Stärkungen und Ermutigungen, einen sicheren Raum im eigenen Inneren, um wieder frei ins Leben schauen zu können. 

Resilienz ist die Fähigkeit auch nach schweren Belastungen positiv und kreativ mit dem Leben umgehen zu können. Resilienz kann erlernt und entwickelt werden, wenn wir uns darauf konzentrieren, erweitern wir wiederum die künftigen Möglichkeiten.

Termin: 25. und 25. Jänner 2020 (Freitag 14 – 19 h, Samstag 10 – 18 h)

nächster Termin: 8. und 9. Jänner 2020

Gestaltung: Eva Gütlinger

Ort: freiraum, Gärtnerstraße 19, 4020 Linz


KOSTEN

Gesamtpreis bei Buchung aller Seminarteile: € 960,- (60 UE)

Teil 1 / 4 Tage: Was ist (ein) Trauma? - Preis bei Einzelbuchung: € 500,-

Teil 2 / 2 Tage: Transgenerationale Traumatisierung - Preis bei Einzelbuchung: 250,-

Teil 3 / 2 Tage: Ressourcen stärken – Resilienz entwickeln - Preis bei Einzelbuchung: 250,-

Individuelle Förderungen über das Bildungskonto des Landes OÖ. (oder auch anderer Bundesländer) sind möglich – bitte bei Anspruch individuell abklären.


INFORMATION UND ANMELDUNG

www.bildungsfreiraum.com

e-mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Tel.: 0699 12290785 (Eva Gütlinger)


Diese Weiterbildung ersetzt keine Traumatherapie!

Die enthaltene Selbsterfahrung dient primär zur persönlichen Weiterentwicklung und Selbsterkenntnis. Eigene traumatische Vorerfahrungen sollten mit qualifizierten Berater*innen und psychotherapeutischen Begleiter*innen bearbeitet werden. Gerne stehen die Trainerinnen nach Vereinbarung auch für Einzelberatungen zur Verfügung.


Die nächsten Termine

21
Nov
2019

Heilsamer Umgang mit all unseren Emotionen und Gefühlen mit Eva Gütlinger

23
Nov
2019

Beratung und Begleitung / Supervision

29
Nov
2019

Lebensinhalte und Lebensphasen

04
Dez
2019

Infos zum Kurzlehrgang: Familien und die Kunst der dialogischen Gesprächsführung

Meine Achtung vor dem "Gewebe des Lebens"
das sich in Aufstellungen zeigt, wird mit jeder Aufstellung mehr.
Und auch meine Dankbarkeit, mit Hilfe dieser Arbeit
zu Heilungsprozessen beitragen zu können.